Passend zur Hitze
Sie standen sich gegenüber, nah genug, um den Atem des anderen zu spüren.
Zwischen ihnen war kaum noch Raum. Nur ein paar Zentimeter. Eine Entfernung, die lächerlich klein wirkte und sich gleichzeitig unüberwindbar anfühlte.
Sie zog die Luft langsam ein. Er hob den Blick zu ihren L****n und sofort wieder zu ihren Augen, als hätte er sich bei etwas Verbotenem erwischt.
Es war, als würden zwei Magnete gegeneinander kämpfen. Alles in ihnen wollte die letzte Distanz aufheben. Jeder Herzschlag zog sie näher. Jeder vernünftige Gedanke drängte sie zurück.
Sie lächelte kaum sichtbar.
Er erwiderte es.
Ein Schritt. Nicht einmal bewusst. Nur ein wenig näher.
Die Spannung wurde fast greifbar. Wie ein Faden, der bis zum Zerreißen gespannt war.
Sie wusste, wenn sie jetzt die Hand heben würde, könnte sie seine Wange berühren. Wenn er sich nur einen Hauch vorbeugen würde, wäre es vorbei.
Doch keiner tat es.
Nicht aus Gleichgültigkeit.
Sondern weil sie beide genau wussten, was geschehen würde, sobald sie nachgaben.
Manchmal ist der Augenblick vor dem Kuss gefährlicher als der Kuss selbst.
Und während ihre Herzen längst angekommen waren, versuchten ihre Körper noch verzweifelt, Widerstand zu leisten.
